Der DLV wartet in diesem Jahr mit einer Neuorganisation der Meisterschaften auf. Bisher gab es neben der dreitägigen Deutschen Jugendmeisterschaft für die U18 und U20 eine deutsche Einzelmeisterschaft für die U16 und dann noch eine separate Juniorenmeisterschaft für die Altersklasse U23. So waren insgesamt drei Wochenenden mit sieben Wettkampftagen belegt. In diesem Jahr nun fasst der DLV die U18 mit der U23 an einem Wochenende und die U16 mit der U20 am darauffolgenden Wochenende zusammen. Beide Meisterschaften gehen wegen der zwei Altersklassen an einem Wochenende bereits am Freitag los und dauern drei Tage. Trotzdem spart man so insgesamt einen Meisterschaftstag und ein ganzes Wochenende ein. An zwei Meisterschaftswochenenden sind nun sechs Tage Meisterschaften. Alles in allem soll die Maßnahme den DLV und die Vereine Kosten sparen. Für uns entsteht jedoch das Problem, dass nun zu den beiden Meisterschaften noch größere Gruppen anreisen, was logistisch für die Fahrtwege und bei der Hotelbelegung einiges Geschick von unserer Sportwartin Nadine Großkopf abfordert.
An diesem Wochenende hatten wir mit dem Bochum-Hotel by Melia gleich hinter der Anlage gelegen optimale Bedingungen, so dass jeder den Weg zum Lohrheidestadion entspannt zur richtigen Zeit für sich zu Fuß zurücklegen kann und uns so weitere Transferkosten erspart blieben. Das Lohrheidestadion selbst in Wattenscheid hat sich nach dem Umbau für die Universiade in ein wahres Schmuckkästchen verwandelt. Die ehemalige Gegengerade ist jetzt die moderne Haupttribüne. Die Zielkurve wurde somit zu Startkurve, wodurch Stabhochsprung und Hochsprung gegenüber früher getauscht wurden. Die beiden Kurvenseiten sind als Stehplätze mit Überdachung erhalten geblieben, dadurch ist das Stadion geschlossener als früher, es ist allerdings immer noch windanfälliger als ein vollkommen geschlossenes Stadion. Drehende Winde beim Horizontalsprung gibt es nach wie vor zu beklagen. Außerdem wurde neben der Wurfwiese ein komplett neues Einlaufstadion mit eigener 400m-Rundbahn geschaffen: Daneben befindet sich für den Regenfall auch noch eine überdachte Kaltlufthalle, so dass man beim Draußentraining trotzdem vor dem Regen geschützt ist. Um das neue Meisterschaftskonzept und das neue Stadion gleich intensiv zu nutzen lässt der DLV dieses Jahr nun alle seinen großen Meisterschaften inklusive der Meisterschaft der Aktiven im neuen Stadion stattfinden, so dass der Juli in Wattenscheid quasi durchgehend mit Leichtathletik ausgebucht ist.
Am Freitag durften als erstes die Jüngsten an den Start gehen, wir waren mit zwei 4x100m-Staffeln in der weiblichen und männlichen U18 vertreten. Beide Staffeln machten ihre Sache gut. Besonders überzeugen konnten Pauline Hochschild, Yuna Bauer, Jasmin Kattner und Emma Freudenberger (2011) die mit einer Zeit von 47,91s einen hervorragenden fünften Platz belegen konnten. Alle vier sind auch im kommenden Jahr noch in der U18 startberechtigt. Wenn sie dann noch an den Wechseln feilen und sich läuferisch ein wenig verbessern, dürften sie im kommenden Jahr durchaus in den Medaillenkampf eingreifen können. Weniger Glück hatte unsere Staffel der U23 männlich, die leider disqualifiziert wurde. Als nächstes mussten die Viertelmeiler in die Vorrunden. Hier konnte sich Joseph Mouaha mit 47,78s klar für das Finale qualifizieren, während Jannik Worina in 50,77s Lehrgeld zahlte. Knapp am Finale vorbei schrammte Helene Wiethoff, die aber in 55,91s eine dicke persönliche Bestleistung markierte. Als Gesamtneunte scheiterte sie nur um einen Platz an der Finalqualifikation. Leider auch nicht über die erste Runde hinaus kamen unsere beiden 1500m Starter Theodor Kubsch und Julia Fröhlich bei der U18.
Am Samstag ging es mit den 800m der U18 weiter. Leider blieben auch Jascha Heisterkamp und Carolin Graf hier hängen, wobei Carolin das Finale nach etwas defensiver Renngestaltung nur um einen Platz verpasste. Als erster Werfer an diesem Wochenende griff Florian Abel nach der Kugel und wuchtete sie auf 14,88m, was für Platz 11 reichte. Für das Finale hätte es noch eines guten halben Meters mehr bedurft. Bei den Langhürden bot Linus Strasser in der U18 ein besonderes Kunststück. Von der ersten bis zur fünften Hürde nahm er alle Hürden mit dem falschen Bein und schlug dann an Hürde fünf einen kompletten Purzelbaum, von dem er sich aber gleich wieder aufraffte und das Rennen dennoch tapfer wenngleich chancenlos zu Ende lief. Im Dreisprung griff dann auch die U23 wieder ins Geschehen ein. Mit Grace Monono und Michelle Manke hatten wir gleich zwei heißen Eisen im Feuer um die Endkampfplätze. Beide überstanden trotz einiger Fehlversuche den Vorkampf für den diesmal 12,51m von Nöten waren, unbeschadet. Grace steigerte sich im letzten Versuch noch auf 12,87m was am Ende Rang 6 bedeutete. Sich selbst beschenkte Michelle in ihrem letzten Versuch mit neuer persönlicher Bestleistung von 13,08m und der Bronzemedaille bei ihrem allerersten 13m-Sprung. Das machte auch den Trainer Byron Casfor mächtig glücklich, denn mit dieser Medaille musste man nach der Papierform nicht unbedingt rechnen.
Im Hammerwerfen der U18 lief es für Layla Amasheh als 10. in 46,88m leider nicht nach Wunsch. Im 400m-Finallauf konnte Joseph leider nicht nochmal eine 47er Zeit anbieten und wurde in 48,61s Endlaufachter. Danach standen die 100m-Vorläufe der U18 an. Konstantin Tschernyi löste seine Aufgaben souverän und zog mit Bestleistung von 10,92s eine Runde weiter. Yuna beendete ihren ersten Einzelstart auf großer Bühne mit einer 12,78s. Im Hochsprung der männlichen U23 hatte Amdi Gaye bei 2,08m im ersten Versuch die Hand an der Bronzemedaille. Aber die Latte blieb leider nicht liegen und so blieb mit 2,03m am Ende leider nur Platz 7 übrig. Im Halbfinale über 100m lief Konstantin mit 10,94s noch einmal nah an seine neue Bestleistung heran. Im Hammerwerfen der weiblichen U23 konnten unsere starken Athletinnen Yasmin Amasheh und Flora Rustemeyer leider nicht an ihre Saisonvorleistungen von über 60m anknüpfen und mussten am Ende etwas unzufrieden die Ränge 7 und 9 mit nach Hause nehmen. Im Dreisprung der Männer U23 lieferte Edmond Edoh mit 14,99m nur eine Sprung ab, der zu Platz 5 reichte und Freiluft-Bestleistung darstellt. Wegen einer Fersenprellung setzte er die anderen Sprünge vorsichtshalber aus, um sie für die Aktiven-DM zu schonen. Im Hochsprung der U23-Frauen schrammte Ella Obeta mit übersprungenen 1,80m als Vierte hauchdünn an einer mögliche Medaille vorbei und ärgerte sich über die verpassten 1,83m. Den Tagesabschluss bildetet im Hammerwurf der U23m Marek Sachse, der mit 58,16m sich wieder seiner Bestmarke näherte und Fünfter wurde.
Am Sonntag waren von uns noch noch Milena Hoffmann im Speerwurf der U23 und Michelle Manke am Start, die ihrer Dreisprungmedaille einen weiteren Erfolg im Weitsprung hinzufügen wollte. Für Milena lief der Wettkampf nicht nach Plan, sie hatte sich beim Auftakt den Oberschenkel während einer aktiven Dehnung gezerrt und konnte nun mit 29,39m aus drei Anlaufschritte lediglich den siebten Platz absichern. Im Nachhinein stellte sich leider heraus dass sogar eine Sehne am am Oberschenkelansatz gerissen ist, so dass für Milena leider vermutlich eine Operation ins Haus steht. Bedeutend besser lief es für Michelle, die mit 5,97m bei Windstille ihre Bestleistung einstellen konnte und sich im Endkampf dann auf Rang 8 wiederfand. 5,85m waren nötig gewesen, um das Finale zu erreichen. Michelles Ziel bleiben die 6m unter regulären Bedingungen, mit Wind ist ihr das Kunststück schon gelungen.
Die abschließende Analyse der Jugendmeisterschaften kann erst nach der DM U20 vorgenommen werden. Mit einer Medaille, 10 Endkampfplätzen und 30 Länderkampfpunkten war die Junioren DM U23 durchaus erfolgreich. Im Durchschnitt machen wir als Verein 2 Medaillen 6 Endkampfplätze und 28 Länderkampfpunkte. Es fehlte also eine zweite Medaille, dafür gab es aber ein paar mehr Endkampfplätze und Länderkampfpunkte als gewöhnlich. Im Vergleich zum Vorjahr konnten wir uns von 15 auf 30 Länderkampfpunkte im Ergebnis verdoppeln.
Placingtable U23 Meisterschaften
Gold | Silber | Bronze | 4. Platz | 5. Platz | 6. Platz | 7. Platz | 8. Platz |
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| Michelle Manke Drei | Ella Obeta Hoch | Edmond Edoh Drei | Grace Monono Drei | Yasmin Amasheh Hammer | Joseph Mouaha 400m |
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| Marek Sachse Hammer |
| Amdi Gaye Hoch | Michelle Manke Weit |
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| Milena Hoffmann Speer |
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17 Aktive / 1 Medaille / 10 Endkampfplätze / 30 Länderkampfpunkte | |||||||
Ergebnisse DM U18
Disziplin | Name | Leistung | Platz |
Fr 4.7.26 |
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4x100m U18w | Pauline Hochschild (2010), Yuna Bauer (2010), Jasmin Kattner (2011), Emma Freudenberger (2011) | 47,91s | 5. |
4x100m U18m | Florian Abel (2010), Konstatin Tchernyi (2009), Titus Lehmann (2009), Linus Strasser (2010) | 43,58s | 12. |
1500m U18m | Theodor Kubsch (2009) | 4:21,47min | VL |
1500m U18w | Julia Fröhlich (2010) | 5:16,65min | VL |
Sa 5.7.26 |
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800m U18m | Jascha Heisterkamp (2009) | 1:59,44min | VL |
800m U18w | Carolin Graf (2010) | 2:14,16min | VL |
Kugel U18m | Florian Abel (2010) | 14,88m | 11. Platz |
400Hü U18m | Linus Strasser (2010) | 62,83s | VL |
Hammer U18w | Layla Amasheh (2009) | 46,88m | 10. Platz |
100m U18m | Konstantin Tchernyi (2009) | 10,92s pBL | VL (0,0w) |
100m U18w | Yuna Bauer (2010) | 12,78s | VL (0,3w) |
100m U18m | Konstantin Tchernyi (2009) | 10,94s | HF (0,0w) |
Ergebnisse DM U23
Disziplin | Name | Leistung | Platz |
Fr 3.7.26 |
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4x100m U23m | Jessa, Fabian (2008); Iwanowski, Julian (2005); Iwanowski, Simon (2004); Radunz, Luca (2008) | Disq. |
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400m U23m | Joseph Mouaha (2004) | 47,78s | VL q |
| Jannik Worina (2005) | 50,77s | VL |
400m U23w | Helene Wiethoff (2005) | 55,91s pBL | VL 9. Gesamt |
Sa 4.7.26 |
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Drei U23w | Michelle Manke (2004) | 13,08m pBL | 3. Platz |
| Grace Monono (2005) | 12,87m | 6. Platz |
400m U23m | Joseph Mouaha (2004) | 48,61s | 8. Platz EL |
Hoch U23m | Amdi Gaye (2006) | 2,03m | 7. Platz |
Hammer U23w | Jasmin Amasheh (2006) | 58,50m | 7. Platz |
| Flora Rustemeyer (2004) | 55,84m | 9. Platz |
Drei U23m | Edmond Edoh (2005) | 14,99m pBL | 5. Platz (+1,8w) |
Hoch U23w | Ella Obeta (2007) | 1,80m | 4. Platz |
Hammer U23m | Marek Sachse (2007) | 58,16m | 5. Platz |
Speerwurf U23w | Milena Hoffmann (2004) | 29,39m | 7. Platz |